Forschungsprojekt RoX – Enabling AI Robotics
KI-basierte Robotik für eine selbstprogrammierende Automatisierung
Im Rahmen des nationalen Forschungsprojekts RoX entwickelt Gluth eine KI gestützte Roboterapplikation inkl. Digital Twin für einen Reinigungsprozess in der Pharmaindustrie.


Fortschritte im RoX‑Projekt: Entwicklung eines hybriden Greifsystems und digitaler Zwilling
Im Rahmen des RoX‑Projekts arbeiten wir gemeinsam mit unseren Projektpartnern an einem technologisch anspruchsvollen Anwendungsfall in der pharmazeutischen Produktion. Bereits heute konnten wichtige Meilensteine erreicht werden, die den hohen Innovationsgrad sowie die erfolgreiche Zusammenarbeit innerhalb des Konsortiums belegen.
Entwicklung eines hybriden Greifsystems
Ein wesentlicher Fortschritt ist die Umsetzung eines hybriden Greifsystems, das mehr als 6.000 unterschiedliche Formatteile sicher identifizieren, aufnehmen und automatisiert reinigen kann. Die Realisierung dieser komplexen Aufgabe wurde durch den Einsatz KI‑basierter Methoden sowie die enge Kooperation mit dem Fraunhofer IPA, der INVITE GmbH, Bayer und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) ermöglicht.
Digitaler Zwilling zur Risikominimierung
Zusätzlich wurde ein digitaler Zwilling des Gesamtsystems erstellt. Dieser ermöglicht es, Entwicklungsrisiken frühzeitig zu erkennen und die virtuelle Inbetriebnahme realitätsnah durchzuführen. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Effizienzsteigerung und Sicherheit des späteren Anlagenbetriebs.
Inbetriebnahme des Demonstrators
Aktuell befindet sich das Projekt in der Inbetriebnahmephase des Demonstrators. Die ersten drei Referenzbauteile konnten bereits erfolgreich im Automatikbetrieb getestet werden, wodurch die grundlegenden Funktionen des Systems bestätigt wurden. Als nächster Schritt folgt die Integration des Vision-Systems zur automatischen Bauteilerkennung in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IPA. Darauf aufbauend wird die KI‑gestützte Bin‑Picking‑Funktion implementiert.
Zusammenarbeit im Projekt
Die bisherigen Ergebnisse verdeutlichen, welches Potenzial entsteht, wenn starke Partner ein gemeinsames Ziel verfolgen. Unser Dank gilt daher dem Fraunhofer IPA, der INVITE GmbH, Bayer, ABB, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) sowie dem Deutschen Zentrum für Luft‑ und Raumfahrt e.V. für ihre wertvollen Beiträge und die konstruktive Zusammenarbeit.
Gemeinsam auf Erreichtes zurückblicken, vor allem aber vorausblicken und die anstehenden Arbeitsschritte angehen: Am 11. und 12. November kamen alle Partner von RoX beim dritten Konsortialtreffen zusammen. Gastgeber war diesmal die Firma Siemens im Technologiezentrum Garching bei München – danke für die tolle Organisation gemeinsam mit unserem Projekt Management Office (Richard Bormann, Anna Alexandra Sorokina & Monika Anna Kschionsko) und die Einblicke in Eure Entwicklungen.
🗓️ Das Meeting hatte eine reichhaltige Agenda, die allen einen umfangreichen Einblick in die verschiedenen Aktivitäten von RoX und auch darüber hinaus Inspiration bot:
✅ Vorstellung der aktuellen Fortschritte in den jeweiligen Arbeitspakten und Ausblick auf die kommenden sechs Monate
✅ Gastvortrag zum Thema „Technische Grenzen der Erfüllung der KI-Verordnung in Agentensystemen“ von Francesca Hennig-Possenti von John Deere
✅ Präsentation der „Initiative Cells“ als übergreifender, gemeinsamer Demonstrator für Projektergebnisse
✅ Vernetzungsworkshop mit Daniel Bargmann als Vertreter vom Robotics Institute Germany, um Kooperationsmöglichkeiten zu erarbeiten
✅ Workshop zu den Themen Verstetigung der Ergebnisse nach Projektende und Diskussion zur Ökosystemvertiefung
Quelle: LinkedIn-Beitrag RoX von Dezember 2025
Nachdem am ersten Tag die Entwicklungen der Teilprojekte vorgestellt wurden, drehte sich am zweiten Tage alles um die Vorteile des Datenraums und Ökosystems. Es wurden drei Proof of Concepts spezifiziert.
Warum das wichtig ist? Damit wird die Brücke zwischen der Einzelanwendung und einem interoperablen Ökosystem geschlagen.
Mit Asset Onboarding, Live Data Streaming und dem Machine Learning Workflow entstehen übergreifende Szenarien, die eine durchgängige Integration von Robotiklösungen ermöglichen – entlang des gesamten Lebenszyklus.
– Asset Onboarding macht Roboter, Sensoren und Tools sichtbar, integrierbar und virtuell nutzbar – von der Simulation bis zur Optimierung.
– Live Data Streaming schafft eine einheitliche Sprache für Maschinen und sorgt für bessere Entscheidungen in der Produktion.
– Machine Learning Workflows ermöglichen es, KI-Modelle datensouverän zu trainieren, weiterzugeben und kontinuierlich zu verbessern.
RoX bringt das zusammen, was bisher oft getrennt war: Roboter, Daten und smarte Services – in einem offenen, sicheren und nachhaltigen Ökosystem.
Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Softwarepartner arbeiten gemeinsam an einem Ziel: die KI-gestützte Robotik wirtschaftlich, nachhaltig und skalierbar zu machen – für eine resilientere Produktion in Deutschland und Europa.
Quelle: LinkedIn-Beitrag RoX von November 2025
Am 17. März 2025 hatten wir die Gelegenheit, uns mit unserem geschätzten Forschungspartner der Universität der Bundeswehr München im Rahmen unseres RoX-Forschungsprojekts auszutauschen.
Nach einer umfassenden Führung durch den Campus und verschiedene Labore, erhielten wir wertvolle Einblicke in den Einsatz von Digital Twins, KI-Anwendungen und weitere Forschungsprojekte der Universität.
Im Anschluss durften wir eine Vorlesung vor Studenten und Professoren halten, in der die Firma Gluth vorgestellt und Fragen zum RoX-Projekt beantwortet wurden. Besonders hervorzuheben waren die Diskussionen über Clusteralgorithmen, die KI-basierte Erstellung von Trajektorien für die Robotik und das komplexe hybride Greifsystem.
Diese Erfahrung war für uns äußerst bereichernd und unterstreicht die Bedeutung praxisnaher Themen für die akademische Ausbildung.
Wir freuen uns darauf, den Kontakt weiter zu intensivieren und heißen alle Interessierten bei uns herzlich willkommen.
Am 19.Feb 2025 berichtete das Straubinger Tagblatt über das Forschungsprojekt RoX und die Rolle der Gluth Systemtechnik in diesem innovativen Projekt.
Am 4. und 5. Dezember hatten wir die fantastische Gelegenheit, an einem spannenden Workshop im Intrinsic-Büro in München teilzunehmen, der von der Firma Intrinsic initiiert wurde. Im Fokus stand dabei die innovative Softwareentwicklung im Rahmen des Forschungsprojekts RoX. Die Veranstaltung war ein großartiger erster Schritt, um Anforderungen zu sammeln und Schlüsselthemen für das RoX-Ökosystem zu analysieren. Diese Informationen sind hilfreich bei der Entwicklung von KI-gestützten Roboterlösungen innerhalb des RoX-Ökosystems.
Für uns als Integrator für Sondermaschinen mit Robotik war der Austausch über innovative Technologien eine sehr wertvolle Erfahrung. Im Gegenzug konnten wir mit dem Intrinsic-Team unsere Expertise als Technologietreiber in der Automatisierung einbringen.
Es war eine inspirierende Erfahrung, bei der wir wertvolle Erkenntnisse und neue Ideen gewonnen haben. Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten für die hervorragende Organisation und die Möglichkeit zum Austausch!
Mit dem ersten Konsortialtreffen ist unser Projekt „Digitales Ökosystem für KI-basierte Robotik (RoX)“ offiziell gestartet! Rund 100 Experten und Partner aus Industrie und Wissenschaft kamen bei der Firma Dürr in Bietigheim zusammen, um die Grundlagen für eine neue Ära effizienter und skalierbarer Robotertechnologien zu schaffen.
Tag 1: Vorstellung der Teilprojekte
Am ersten Tag stellten sich die Teilprojekte vor, die Themen von Logistikautomatisierung bis hin zu KI-gestützter Roboter-Inbetriebnahme abdecken. Diese Vielfalt zeigt das breite Spektrum und die Innovationskraft unseres Konsortiums.
Tag 2: Intensive Workshops und operative Zusammenarbeit
Der zweite Tag war geprägt von intensiven Workshops, die den Grundstein für die zukünftige Zusammenarbeit legten. Diese Workshops markierten den offiziellen „Startschuss“ für das operative Arbeiten im Projekt RoX.
Im Mittelpunkt: Ein praxisnahes, sicheres digitales Daten-Ökosystem
Unser Ziel ist es, ein praxisnahes und sicheres digitales Daten-Ökosystem zu entwickeln, das die Effizienz und Flexibilität robotergestützter Prozesse stärkt. Angesichts eines Marktes, der in den kommenden Jahren erheblich wachsen wird, bündelt RoX die Expertise in einem Konsortium, das über Unternehmensgrenzen hinweg neue Standards setzt und den Transfer innovativer Technologien in die Industrie vorantreibt.
Ein großes Dankeschön an alle Partner für den erfolgreichen Start und die großartige Zusammenarbeit! Wir freuen uns auf alles, was kommt.
20. September 2024: Auftakt für RoX
Ein wegweisendes, durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördertes Verbundprojekt. Ziel des Projektes ist der Aufbau eines digitalen Ökosystems, das den Einsatz innovativer KI-basierter robotischer Lösungen in verschiedenen praxisrelevanten Anwendungen und Branchen erleichtert oder überhaupt ermöglicht. Gerade produzierende Unternehmen sowie der Logistik- und Dienstleistungssektor werden von den Projektergebnissen profitieren.
Der Einsatz KI-basierter robotischer Systeme bietet ein enormes Potenzial zur Stärkung solcher Branchen, die auf hohe Effizienz und Flexibilität robotischer Systeme angewiesen sind. In den kommenden Jahren wird der Markt für Robotik durch erhebliches Wachstum gekennzeichnet sein. Um diese Potenziale vollständig auszuschöpfen, werden im Projekt RoX robotische Systeme durch fortschrittliche Robotik-Komponenten, Künstliche Intelligenz (KI) und ein digitales Ökosystem auf ein neues Leistungsniveau gehoben. So werden Innovationszyklen verkürzt und die Systemintegration sowie die Inbetriebnahme erheblich verbessert.
Die hohe Komplexität KI-basierter robotischer Systeme kann kein einzelner Marktteilnehmer allein abdecken bzw. beherrschen. Daher kooperiert in RoX ein Konsortium aus Wirtschaft und Wissenschaft über Unternehmensgrenzen hinweg. Der Fokus liegt dabei auf praxisrelevanten Use-Cases, die den aktuellen Handlungsbedarf der Industrie aufgreifen und innovative, transferfähige Lösungen bieten. Zu den zentralen Anwendungsbereichen gehören:
- Be- und Entladevorgänge entlang der gesamten Logistikkette
- Kommissionierungsprozesse in unstrukturierten Umgebungen
- Multifunktionale und ortsflexible Roboter-Systeme in der Produktion
- KI-basierte Inbetriebnahme von Roboter-Systemen
In diesen Bereichen werden Machbarkeit und Praxistauglichkeit der entwickelten Lösungen demonstriert und auf ihr Potenzial zur kontinuierlichen Weiterentwicklung und Skalierbarkeit bewertet.
Um ein skalierungsfähiges digitales Ökosystem für KI-basierte Robotik zu entwickeln, konzentriert sich RoX auf die Integration praxisorientierter Lösungen in Entwicklungs- und Anwendungsumgebungen, die Bereitstellung qualitätsgesicherter Softwarebausteine und KI-Modelle sowie die Gestaltung semantischer Modelle und Meta-Datenstrukturen. Datensicherheit des Robotik-Ökosystems sowie die Vernetzung mit internationalen Initiativen werden als integraler Bestandteil mitbearbeitet.
Die nachhaltige Organisationsstruktur stellt sicher, dass die entwickelten Softwarebausteine, die semantischen Modelle und das digitale Ökosystem über das Projektende hinaus bereitgestellt und weiterentwickelt werden. So wird RoX einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der KI-basierten Robotik leisten und die Innovationskraft der beteiligten Branchen nachhaltig stärken.
Über das Projekt RoX
RoX ist ein durch das BMWK gefördertes Forschungsprojekt, das im September 2024 mit 30 Monate Laufzeit gestartet ist. Ein Konsortium aus führenden Industrie- und Wissenschaftspartnern hat sich zum Ziel gesetzt, ein digitales Ökosystem für KI-basierte Robotik mit skalierbaren und innovativen Lösungen zur Umsetzung in die Praxis zu entwickeln.
Konsortialmitglieder: ABB AG, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt e.V. (DLR), DFKI, Fiege Logistik Stiftung & Co. KG, Gluth Systemtechnik GmbH, RIF Institut für Forschung und Transfer e.V., Intrinsic Innovation GmbH, INVITE GmbH, Mercedes-Benz AG, Roboception GmbH, Robomotion GmbH, SCHUNK SE & Co. KG, SOTEC GmbH & Co. KG, T-Systems International GmbH, VDMA Robotics + Automation, Wacker Chemie AG, Adolf Würth GmbH & Co. KG, Yardstick Robotics GmbH, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, Dürr Systems AG, Rheinmetall Waffe Munition GmbH, SAFELOG GmbH, Siemens AG
Konsortialleitung: ABB (Sprecher), Siemens, DLR, Fraunhofer IPA
Lesen Sie hier die gesamte Pressemitteilung vom 17.Okt. 2024